Portal zum einfachen Anfordern projektbezogener Design for Manufacturing-Regeln

Das Verwalten der Fertigungsvorgaben für Leiterplatten wird durch die Technologievielfalt immer umfangreicher. Für die verschiedenen Technologien und Kombinationen gibt es besondere Vorgaben, die ein Layouter zu berücksichtigen hat. Cadence bietet mit dem DesignTrue DFM-Portal eine komfortable Plattform zum projektbezogenen Anfordern exakter Regeln in elektronischer Form.

Das Zusammenstellen von projektbezogenen Regeln verursacht einen nicht zu unterschätzenden Aufwand. Zur Erstellung projektbezogener DFM-Regeln schaut sich der Experte beim Leiterplattenhersteller nicht nur die eingesetzten Technologien sondern auch seinen Maschinenpark, die Stückzahlen und die Fertigungsauslastung an. Hat der Hersteller zwei unterschiedliche Fertigungslinien mit unterschiedlichen Maschinen, so verfügen diese Fertigungslinien meist über unterschiedliche Regeln. Darüber hinaus lassen sich manche Losgrößen auf bestimmten Linien kostengünstiger fertigen.

Aufgrund der Komplexität der verwendeten Technologien steigt die Anzahl der Rückfragen aus der Fertigungsvorbereitung des Leiterplattenherstellers. Die Verzögerung durch eine Rückfrage aufgrund einer nicht bekannten DFM-Regel kann von einigen Tagen bis im schlimmsten Fall zu einigen Wochen dauern. Bis neue Produktionsunterlagen vorliegen, steht die Produktion der Leiterplatten. Wenn sich dadurch Projekte verspäten, entstehen zusätzliche Kosten, da Aufträge dann per Express produziert werden müssen.

Mit der Plattform DesignTrue DFM bietet Cadence eine DFM-Lösung sowohl für PCB Layouter als auch für Leiterplattenfertiger an. Zur Anfrage eines Design for Manufacturing-Regelsatzes geben registrierte Anwender auf der Portal-Webseite ihre Kontaktdaten ein und beschreiben ihre Leiterplatte. Hier sind beispielsweise Angaben zum minimalen Pinabstand (Pitch) und die minimale Anschlussflächengröße (Pad size) erforderlich. Außerdem kann eine Auswahl bezüglich Technologie getroffen werden und auch Angaben über den Lagenaufbau mit Kupferstärken und Bestückungsdruck werden hinterlegt. Nach der technischen Beschreibung des Projekts kann der PCB Designer die Anfrage direkt an den technischen Ansprechpartner bei einem oder auch an mehrere Leiterplattenhersteller gleichzeitig versenden.

Diese standardisierte Anfrage ist für den Bearbeiter beim Leiterplattenhersteller leicht verständlich und führt zu weniger Missverständnissen als der ansonsten übliche Weg per E-Mail-Anfrage. In der Portal-Maske des Leiterplattenherstellers können die Regeln für die unterschiedlichen Technologien entsprechend der Anfrage schnell mit den hinterlegten, fertigungsabhängigen Regeln zu einem individuellen DFM-Regelsatz kombiniert werden.

Den Leiterplattenhersteller unterstützt das Portal auch bei der Regelverwaltung, damit er nicht für jedes Projekt alle Werte manuell zusammenstellen muss. Ein Export des gesamten Regelwerks für ein Design erfolgt in eine einzige Datei. Dieser Datensatz kann mit direkter Kommunikation per E-Mail oder FTP an den Kunden versandt werden. Damit kommt es nicht mehr zu fehlenden Werten oder gar zu Tippfehlern bei der händischen Eingabe auf Seiten des Kunden.

Der PCB Designer liest den zur Verfügung gestellten, projektbezogenen Technologie-Datensatz in seine Cadence PCB Umgebung für OrCAD oder Allegro ein. Sollte er nun beim Platzieren eines Bauteils oder beim Verlegen einer Leitung gegen eine DFM-Regel verstoßen, bekommt er in Echtzeit Feedback. Somit halten die fertigen Designs alle fertigungsbezogenen Regeln ein und die Anzahl an Rückfragen wird deutlich minimiert.

 

Im DRC Browser eingelesener Regelsatz macht DFM-Verstösse sichtbar 
Im DRC Browser eingelesener Regelsatz macht DFM-Verstösse sichtbar

Würth Elektronik setzt den Austausch von Designregeln für Kundenprojekte über das DFM-Portal bereits ein, weitere Leiterplattenhersteller aus DACH kommen in Kürze hinzu. Jeder interessierte Leiterplattenhersteller kann sich für das Portal registrieren und damit Anfragen erhalten.

Die Nutzung des Portals ist sowohl für Anwender als auch für Leiterplattenhersteller kostenfrei. Cadence speichert weder die Daten der Anfrage noch die erzeugten DFM-Regeln. Somit können auch Daten, die der Geheimhaltung unterliegen, sicher ausgetauscht werden. Die gemeinsamen Ziele sind mit guten Produktionsdaten Rückfragen bzw. Projektverzögerungen zu vermeiden, Produktionsabläufe zu verbessern und Kosten einzusparen.

Video



Bei Fragen zum Cadence DesignTrue DFM-Portal kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder per E-Mail.

 
Mit dem automatisierten Entwurfsanalysetool ANSYS Sherlock lassen sich früh im Produktentwicklungsprozess Erkenntnisse über die zu erwartende Zuverlässigkeit gewinnen. Ob Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Korrosion, Lastwechsel, Verformungen, Vibrationen, Schock, sei es während der Herstellung, beim Transport oder im jahrelangen Betrieb – all diese physikalischen Effekte können gemeinsam in einem Tool analysiert werden. Entwickler, Testingenieure und Qualitätssicherungsbeauftragte können damit frühzeitig vorhersagbare Serienprobleme erkennen, den Lifecycle berechnen und noch rechtzeitig Designänderungen angehen, was enorme Kosten spart.... Mehr...
BQR fiXtress verfügt nun über eine direkte Integration in OrCAD Capture. Die aus mehreren Tools bestehende Suite beschleunigt und optimiert den Designprozess auf Schaltplanebene. Damit lassen sich zuverlässige und effiziente Systeme entwerfen, Fehler und Fehlfunktionen werden frühzeitig behoben. ... Mehr...
Im PCB Editor sind neue hilfreiche Funktionen integriert worden, mit denen Elemente zu bestimmten Funktionen unterschiedlich dargestellt werden können. Diese unterschiedlichen Darstellungen heißen Vision. Es gibt besondere Darstellungen für Placement Vision, Route Vision und Return Path Vision.... Mehr...
© 2019 FlowCAD